Therapie von Schwindel
Therapie von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
Gemäß der Deutschen Leitlinie (LL) "S2k-Leitlinie Vestibuläre Funktionsstörungen" spielen Arzneimittel bei der Behandlung des chronischen Schwindels auf Grund nicht ausreichender Evidenz keine wesentliche Rolle.
Vielmehr sind somatosensorische Übungen zu bevorzugen.
(Synonyma: Physiotherapie, Sensomotorisches Training, Vestibuläre Rehabilitation, Manöver)
Genau diese Übungen finden Sie für leichtere Beschwerden in Dr. Zenner s Retraining-Kurs (30 Übungseinheiten) und für starke Beschwerden in der Vertidisan-APP (300 Übungseinheiten).
Die Empfehlung der LL gilt für die
unilaterale Vestibulopathie, die
bilaterale Vestibulopathie (im Alter auch als Presbyvertigo/Altersschwindel bezeichnet) und die
Vestibularisparoxysmie, als auch bei
PPPD / Funktionellem/ Phobischem Schwindel (Seite 125 der Leitlinie),
Morbus Menière (Seite 101 der Leitlinie),
Vestibulärer Migräne (Seite 120 der Leitlinie),
BPLN (Seite 69ff. der Leitlinie; hier als "Manöver" bezeichnet) und
Neuropathie (Seite 79 der Leitlinie).
Peripheres Akutes Vestibuläres Syndrom (AVS): Dieses ist gemäß Darstellung auf Seite 126 der Leitlinie der akuten vestibulären Vestibulopathie gleichzusetzen, für die auf Seite 77 und 79 der Leitlinie Physiotherapie empfohlen wird.
Für die akute Labyrinthitis und den Hörsturz mit Schwindel wird die jeweilige Notfallbehandlung dargestellt, die keine Physiotherapie umfasst. Nach Ende des Notfalls bleibt jedoch nicht selten eine unilaterale Vestibulopathie zurück, für die auf Seite 77 und 79 der Leitlinie Physiotherapie empfohlen wird. Gleiches gilt für das Bogengangssyndrom, solange es nicht operiert wird.